Das Bildungssystem

Im Schweizer Bildungssystem sind viele Bildungswege möglich. Das Angebot an Aus- und Weiterbildungen ist sehr vielfältig. Ein wichtiger Pfeiler ist die Berufsbildung. Die Berufslehre verknüpft die praktische Arbeit in einem Betrieb mit dem Unterricht an einer Berufsfachschule. Der Lehrabschluss öffnet die Tür zu Weiterbildungen und sogar zu einem Studium an einer Hochschule.

Drei Bildungsstufen

In der Schweiz gibt es drei Bildungsstufen. Sie bauen aufeinander auf:

  • Obligatorische Schule – Volksschule mit drei Stufen: Kindergarten, Primarschule und Oberstufe (Sekundarstufe I)
  • Berufliche Grundbildung oder Mittelschule/Gymnasium (Sekundarstufe II)
  • Fachhochschulen/Universitäten und höhere Berufsbildung (Tertiärstufe)

Der Staat ist für alle drei Stufen verantwortlich. Bund, Kantone und Gemeinden teilen sich die Aufgaben. Deshalb können die Schulen je nach Kanton etwas anders sein.

In der Schweiz gilt Schulpflicht

Die obligatorische Schule dauert 11 Jahre. Sie beginnt mit vier Jahren.

Der Besuch der Schule ist in der Schweiz Pflicht. Jedes Kind muss deshalb in die Schule. Wenn ein Kind das ohne Grund nicht tut, können die Eltern eine Busse bekommen.

Es gibt auch das Recht auf Schule. Neuzugezogene Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben das Recht, in die Schule zu gehen. Für Jugendliche älter als 16 Jahre gibt es verschiedene Möglichkeiten. 

Mehr Informationen erhalten Sie bei der Informationsstelle Integration INFI.

Ausbildung nach der obligatorischen Schule

Die meisten Jugendlichen machen nach der obligatorischen Schule eine Berufslehre. Nach der Lehre können sie eine höhere Berufsbildung machen. Einige Jugendliche machen während der Lehre die Berufsmatura. Mit der Berufsmatura können sie später an einer Fachhochschule studieren.

Etwa 20 Prozent der Jugendlichen besuchen ein Gymnasium und schliessen es mit der Matura ab. Mit der Matura können sie an einer Universität studieren. In Appenzell AR gibt es ein Gymnasium: die Kantonsschule Trogen.

Stipendium

Mit einem Stipendium können auch Personen mit wenig Geld studieren oder eine Berufsausbildung machen. Ein Stipendium ist Geld vom Kanton Appenzell AR oder von einer Stiftung. Das Stipendium ist für eine Ausbildung nach der obligatorischen Schule.

Auch Ausländerinnen und Ausländer können ein Stipendium erhalten. Entscheidend ist die Staatsangehörigkeit und der Aufenthaltsstatus der Person; bei Jugendlichen auch von den Eltern. 

Mehr Informationen erhalten Sie bei der Abteilung Ausbildungs- und Studienbeiträge des Kantons.