Obligatorische Schule

Die Kinder erhalten in der obligatorischen Schule eine Grundausbildung. Sie bereitet die Kinder auf weitere Ausbildungen vor. Die öffentlichen Schulen sind in der Schweiz kostenlos.

So melden Sie Ihr Kind an

Die Gemeinden sind für die öffentlichen Schulen verantwortlich. Melden Sie sich bei Ihrer Gemeinde, um Ihr Kind für die Schule anzumelden. Sie können sich auch an die Schulleitung im Schulhaus wenden.

Drei Schulstufen

Die obligatorische Schule hat drei Stufen. Sie bauen aufeinander auf:

  • Kindergarten: 2 Jahre
    Das 1. Jahr ist freiwillig, das 2. Jahr ist obligatorisch.
  • Primarschule: 6 Jahre
    Kinder mit besonderen Bedürfnissen oder Fähigkeiten erhalten spezielle Förderung oder Unterstützung.
  • Oberstufe (Sekundarstufe I): 3 Jahre
    In der Oberstufe gibt es verschiedene Modelle. Entscheidend sind die Fähigkeiten Ihres Kindes. Die Oberstufe bereitet die Jugendlichen auf die Berufswahl oder weiterführende Schulen sowie das Erwachsenenleben vor.

Nicht deutschsprachige Kinder erhalten in allen Stufen spezielle Unterstützung.

Öffentliche / private Schule

Die öffentlichen Schulen sind kostenlos. Mädchen und Buben gehen zusammen zur Schule. Der Unterricht ist konfessionell neutral. Das bedeutet: Unterricht und Religion sind getrennt.

95 Prozent der Kinder und Jugendlichen besuchen eine öffentliche Schule.

Es gibt auch private Schulen. Die Eltern bezahlen die Kosten für eine private Schule in der Regel selbst.

Rechte und Pflichten der Eltern

Sie als Eltern haben Rechte und Pflichten.

Ihre Rechte

Die Schule muss Sie als Eltern über den Schulalltag und die Leistungen Ihres Kindes informieren. Dazu gibt es:

  • Elterngespräche zwischen Lehrperson und Eltern, 
  • Elternabende: Die Schule informiert die Eltern und
  •  Informationsveranstaltungen. 

Sie sind für die Eltern meist obligatorisch.

Ihre Pflichten

Sie als Eltern sind dafür verantwortlich, dass Ihr Kind in die Schule geht. Sie müssen die Schule informieren, wenn Ihr Kind nicht zur Schule gehen kann. Zum Beispiel, weil es krank ist oder einen Arzttermin hat.

Unterstützen Sie Ihr Kind zu Hause. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind die Hausaufgaben macht. Lassen Sie sich die Hausaufgaben zeigen und Ihr Kind von der Schule erzählen.

Kennen Sie das Schweizer Bildungssystem noch nicht? Es finden regelmässig Informationsveranstaltungen dazu statt.

Fragen / Unterstützung

Bei Fragen zur Schule reden Sie zuerst mit der Lehrperson. Sie kann Ihnen auch weiterhelfen, wenn Sie Unterstützung brauchen.

Auch die Lehrperson meldet sich bei Ihnen, wenn sie Fragen hat oder denkt, dass Ihr Kind Unterstützung braucht.

Der Kontakt zur Lehrperson ist wichtig. Gut ist, wenn Sie als Eltern und die Lehrperson zusammenarbeiten. Bei psychischen oder sozialen Schwierigkeiten hilft der Schulpsychologische Dienst Ihrem Kind und Ihnen als Eltern. Das Angebot ist kostenlos.