Kurzporträt

Appenzell Ausserrhoden ist einer von 26 Kantonen der Schweiz. Jeder Kanton ist wie ein eigener Staat. Er hat eine Verfassung, eine Regierung, ein Parlament und ein Gericht. Appenzell Ausserrhoden ist nach Fläche der drittkleinste Kanton. Typisch für Appenzell Ausserrhoden sind die vielen Traditionen und die abwechslungsreiche Natur.

Zahlen und Fakten

Über 57'000 Menschen leben in Appenzell Ausserrhoden. Davon kommen knapp 18% der Personen aus dem Ausland. Das ist rund jede fünfte Person. Appenzell Ausserrhoden ist 243 Quadratkilometer gross. Es gibt 3 Bezirke und 20 Gemeinden. Ein Bezirk ist eine bestimmte Region. Der Hauptort ist Herisau. Die offizielle Sprache ist Deutsch.

Die Lebensqualität ist hoch. Die Dörfer sind eher klein mit schönen alten Häusern. Sanfte Hügel umgeben die Dörfer. In Appenzell Ausserrhoden zu leben bedeutet: keine Hektik und doch nahe der Zentren zu sein.

In Appenzell Ausserrhoden haben wir:

  • eine starke Wirtschaft und eine tiefe Arbeitslosigkeit
  • eine wunderschöne Landschaft und spannende Freizeitangebote
  • viele Bräuche
  • tiefe Steuern
  • günstige Mieten und Baukosten
  • ein gutes Verkehrsnetz
  • ein gutes Gesundheits- und Schulsystem

Die Menschen, die Unternehmen und die Politikerinnen und Politiker arbeiten aktiv und gut zusammen. Sie diskutieren Ideen und suchen gemeinsam Lösungen. Der Austausch ist geprägt von Respekt. All diese Dinge sind wichtig. So können wir auf alle Bedürfnisse eingehen sowie das Zusammenleben und die Zukunft gut und nachhaltig gestalten. Dazu braucht es uns alle!

Geschichte

Appenzell wurde 1513 das 13. Mitglied der Eidgenossenschaft. Die Eidgenossenschaft war ein Bündnis von mehreren Kantonen. Daraus entstand die heutige Schweiz. 

1597 wurde Appenzell geteilt in die 2 Teile Ausserrhoden und Innerrhoden. Die Religion bestimmte die Teilung: Ausserrhoden war reformiert, Innerrhoden katholisch.

Die Textilindustrie bestimmte ab dem 16. Jahrhundert die wirtschaftliche Entwicklung. Es begann mit dem Weben von Leinen und Baumwolle. Die Menschen konnten diese Arbeit gut zu Hause machen. Danach kamen die Stickerei von Hand und später die Textilfabriken.

Wichtige Momente in der Geschichte waren die erste Kantonsverfassung 1834 und der Bau der Eisenbahn zwischen 1875 und 1913. Wichtige politische Momente im 20. Jahrhundert: 

  • 1934: Johannes Baumann wurde Bundesrat – der erste aus Appenzell Ausserrhoden.
  • 1972: Die Frauen erhielten das Wahlrecht in den Gemeinden.
    Die Schweiz führte das Frauenstimmrecht 1 Jahr vorher ein: 1971
  • 1989: Die Frauen erhielten das Wahlrecht im Kanton.

Bräuche und Traditionen

In Appenzell Ausserrhoden gibt es viele Bräuche und Traditionen. Sie gehören fest zum Leben im Kanton und begleiten uns durch das Jahr. Sie prägen unser Selbstbild und schaffen ein Gefühl der Gemeinschaft. Dazu gehört zum Beispiel die Alpfahrt. Sie ist noch heute ein wichtiger Festtag für die Bauern. Ab Mitte Mai treiben die Sennen die Tiere auf die Alp. Dazu tragen sie ihre traditionelle Tracht. Die «Stobeten» finden Ende Juli, Anfang August statt. Sie sind fröhliche Musik- und Tanzfeste mit Streichmusik. Die Appenzellerinnen tragen oft ihre Festtagstracht mit Kranzrock, Kamee-Schmuck und Mailändertuch. Und im Herbst finden die Viehschauen statt. Hier wird die schönste Kuh gekürt.